Freitag, 27. November 2015

Nicht ohne Häme


Chaos im Spielzeugladen

  • Nach dem Tod von Firmenchef Horst Brandstätter herrscht bei Playmobil ein Machtvakuum.
  • Keiner der drei neuen Vorstände darf allein entscheiden, man belauere sich, berichten Insider.
Von Uwe Ritzer
Der alte Patriarch wusste, dass er bald sterben würde, also regelte er seine letzten Dinge. So, wie er immer alles entschieden hatte: allein. Horst Brandstätter, Spitzname Hob, war ein cleverer, knorriger Haudegen mit sicherem Gespür fürs Geschäft, der sich selten reinreden ließ. Schnell erkannte er als junger Mann, dass seine Verwandten behäbig geworden waren, bugsierte sie aus dem Familienunternehmen und führte es fortan selbst. Später fiel ihm das Talent eines gewissen Hans Beck auf, eines wortkargen Tüftlers, der Brandstätter zu einem der reichsten Deutschen machen sollte. Beck erfand für ihn die fingerlangen Playmobil-Figuren, von denen heute mehr als 2,8Milliarden den Erdball bevölkern. Um sie herum schuf der Patriarch einen Spielwarenhersteller mit knapp 4200 Mitarbeitern.
Am 3. Juni dieses Jahres starb Horst Brandstätter im Alter von 81 Jahren. Bis zuletzt hatte er in seiner Firma allein das Sagen. Selbst aus Florida, wo er die Winter verbrachte, wies er seinem Management in Zirndorf bei Nürnberg täglich per Fax den Weg. Doch nun scheint es im Rückblick, als hätte den Patriarchen kurz vor seinem Tod sein bis dahin untrüglicher Instinkt verlassen. Die zu seinen Lebzeiten zumindest nach außen heile Playmobil-Welt ist in ziemliche Unordnung geraten.
Mitarbeiter und andere, die das Unternehmen gut kennen, berichten von großer Verunsicherung und Unzufriedenheit. Sie beklagen lange und komplizierte Entscheidungswege, umständliche Kommunikation und schwierige Abstimmungsprozesse. Kurzum: ein Führungsproblem. Vor allem, sagen viele, fehle ein Chef.
Es ist ein gewaltiger kultureller Umbruch, der sich bei Playmobil offenkundig nur unter großen Schmerzen vollzieht. Ein stets patriarchalisch geführtes Unternehmen muss lernen, ohne den gewohnten, mal gütigen, mal strengen Übervater auszukommen. Man komme dabei gut voran, versichert eine Sprecherin. Tatsächlich ist es wohl so, dass ausgerechnet der Instinkt-Unternehmer Brandstätter es versäumt hat, rechtzeitig klare Strukturen für diesen Wandel zu schaffen.

Playmobil 40th Anniversary Nears
Dabei schien er alles geregelt zu haben. Er schuf ein Konstrukt aus zwei Stiftungen und einer Holding. Die Firma ging mit seinem Ableben über in die Brandstätter Unternehmensstiftung. Die Söhne des Patriarchen kommen darin nicht vor; ihnen traute er die Übernahme der Firma nicht zu. Offenkundig wollte er sich auch sonst nicht auf seine Familie verlassen: Sicherheitshalber verfügte Brandstätter, die Unternehmensstiftung müsse sich auch um "die Grabstätte des Stifters und die Ehrung des Andenkens an den Stifter" kümmern.

Das Weihnachtsgeschäft läuft bei Playmobil gut - die Produkte wurden aber noch unter Brandstätter entwickelt. Nun droht eine gefährliche Lähmung.

(Foto: Timm Schamberger/Getty Images)
Der Patriarch versäumte es aber, einen neuen Anführer im Playmobil-Land auszurufen. Fast zeitgleich mit Brandstätters Tod zog sich, wie schon länger angekündigt, Andrea Schauer, 56, ins Privatleben zurück. "Aus gesundheitlichen Gründen", wie es hieß. 15 Jahre lang war sie die operative Nummer eins bei Playmobil und man sagt ihr großes Geschick im Umgang mit dem nicht einfachen Patriarchen nach und dass sie sich die nötigen Freiräume geschaffen habe.
Seit Schauers Abgang und Brandstätters Tod führen nun drei gleichberechtigte Vorstände das Unternehmen: Die frühere Pressesprecherin Judith Weingart ist für Entwicklung, Marketing und Vertrieb zuständig. René Feser ist kaufmännischer Chef und Robert Benker kümmert sich um Produktion und Technik. Alles altgediente Playmobil-Leute. Das Problem ist nur: Keiner aus dem Trio darf bei Bedarf das letzte, entscheidende Wort sprechen. Der Patriarch habe das so gewollt, heißt es.

Insider berichten, wie sich die Vorstände gegenseitig belauern

Das führt zu kuriosen Situationen: Medientermine etwa, die Schauer oder Brandstätter früher mit links erledigten, finden kaum noch statt. Die drei Vorstände treten nur gemeinsam auf, einer allein darf nicht. "Vieles deutet auf Misstrauen in der Chefetage hin", sagt ein intimer Kenner der Zirndorfer Verhältnisse. "Jeder passt auf, dass der andere den Kopf nicht zu weit hebt." Das lähmt auf Dauer und vor allem sind viele Mitarbeiter inzwischen genervt.
Auf dem Papier seien die Zuständigkeiten der Vorstände zwar getrennt, erzählt jemand. "Tatsächlich muss man höllisch aufpassen, nicht mit einem etwas zu vereinbaren, wodurch sich die anderen übergangen fühlen könnten." Angst macht sich breit im Playmobil-Land, die Pattsituation könne die strategische Entwicklung blockieren. "Es ist schwer, wenn keiner sagt, wo es langgeht", sagt ein Insider. Ein weiteres Problem sei, dass alle drei Vorstände schon lange bei Playmobil sind und deshalb gewohnt waren, im Windschatten des Patriarchen zu arbeiten. Nun werde aber Eigenverantwortung verlangt.

Vom Stiftungsbeirat, der laut Brandstätters Überlieferung das operative Management ähnlich wie ein Aufsichtsrat "unterstützen und kontrollieren" soll, scheint wenig zu erwarten. Außer einem Rechtsanwalt und langjährigen Berater des Patriarchen sitzen drei altgediente Playmobilisten in dem Gremium. Vorsitzende, und damit in einer Schlüsselposition, ist Marianne Albert. In der Spielwarenbranche ist sie ein unbeschriebenes Blatt. Sie war langjährige Assistentin und enge Vertraute des Patriarchen, sowie Ansprechpartnerin für alle, die im Zirndorfer Playmobil-Freizeitpark die große Halle mieten wollten.
Albert arbeite immerhin seit 1990 für die Firma und sei seit "17 Jahren in der Geschäftsleitung" tätig, erklärt das Unternehmen auf Anfrage. Eine gewagte Beschreibung, bekleidete sie doch offenkundig nie einen Führungsposten. Detaillierte Fragen zu den Problemen der Nach-Brandstätter-Ära lässt Albert unbeantwortet. Nur so viel: "Nur ein gutes Team bringt gute Ergebnisse". Im Übrigen komme die "geplante Umstellung des zuvor patriarchalisch geführten Unternehmens auf ein Stiftungsmodell gut voran".
Zumindest das Weihnachtsgeschäft in Deutschland und Frankreich scheint zu laufen; der Abverkauf liegt jeweils um 13 Prozent über den Vorjahreswerten. Entwickelt wurden die verkauften Produkte allerdings noch zu Zeiten des Patriarchen.

Nicht ohne Häme nehme ich diesen Artikel der Süddeutschen Zeitung http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/playmobil-chaos-im-spielzeugladen-1.2757489 zur Kenntnis. Doch muß man kein Hellseher sein um diese Entwicklung voraus gesehen zu haben. "Der Fisch fängt am Kopf das Stinken an!" 

Montag, 23. Dezember 2013

Hat die Stadt Zirndorf zu viel Geld?


Am 28.06.2013 feierte Horst Brandstätter seinen 80. Geburtstag. Wir kommentierten dieses Ereignis schon im Vorfeld (hier: http://playmobland.blogspot.de/2013/06/nachruf-denn-fur-mich-ist-er-gestorben.html ) Wie bereits schon vermutet, ließ er sich mal wieder großspurig als Gutmensch feiern. Vom lächerlichen Markt der Eitelkeiten bekam er diesmal nicht das Stück Blech, welches sich Bundesverdienstkreuz nennt. Nein er bekam diesmal ein großes Blech-Straßenschild mit seinem Namen darauf.
Manch einer hat nach dem Volksmund ein Brett vorm Kopf. Wir lernen also: Das Material kann hierbei durchaus variieren.

All dies ist selbstverständlich sein Privatvergnügen solange dafür nicht das Geld der Allgemeinheit verprasst wird. Das dies so ist halte ich nun für fraglich, nachdem ich diesen Artikel und hierin speziell diesen Satz las: … Sichtlich gerührt war der Firmenpatriarch als der Zirndorfer Rathauschef Thomas Zwingel ihm einen Spende über 1.000 Euro für seine „Stiftung Kinderförderung von PLAYMOBIL“ überreichte….

Hat die Stadt Zirndorf zu viel Geld?? So dass sie es sich leisten kann, öffentliche Mittel einem Multimillionär in den Rachen zu werfen, zu welchem Zweck auch immer???

Gab oder gibt es in Zirndorf keine 10 bedürftige Kinder, die sich über ein Weihnachtgeld von jeweils 100€, ohne das diese Summe auf den elterlichen Hartz Satz angerechnet wird, riesig freuen würden???

Die oben genannte Stiftung ist die Stiftung des Herrn Brandstätter! Er sonnt sich darin!!!

Also sollte es ihm als Multimillionär doch selbst möglich sein, seiner Stiftung monetäres Gewicht zu verleihen.

Man sollte auch nicht vergessen wie die Mitarbeiter in seiner Firma von ihm und seiner Geschäftsführung und seinen leitenden Angestellten behandelt werden. Wie er den Betriebsrat unter Druck setzt, um Lohnkürzungen in Form von Arbeitszeitverlängerungen durchzusetzen. Wir berichteten hier.
Er drohte damals damit, die Produktion nach China zu verlagern. Somit hatte er also vor, die dortige  Kinderarbeit zu unterstützen.

Man darf auch nicht aus den Augen verlieren, wie korrekte Mitarbeiter  seiner Firma, grundlos und böswillig  in den sozialen Abstieg a la Hartz gemobbt werden. Hierzu „Abgründe im Playmobland“

Also wie abgrundtief scheinheilig sind diese Gratulanten an Horst Brandstätters 80. Geburtstag???

Ich wünsche ihnen eine (f)rohe Weihnacht (hoffentlich stürzt das Kirchendach bei so viel Scheinheiligkeit nicht über Euch zusammen) und ein Neues Jahr in dem sie vielleicht mal erleben können, wie es sich anfühlt ein Opfer dieses Mannes zu sein. 

Euer Grinch zu Weihnachten

P.S. In diesem Zusammenhang hier ein kleiner Literaturtipp für den Gabentisch:  http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Dickens%E2%80%99_Weihnachtsgeschichte

Hier der ganze Artikel voller Lobhudelei: http://www.playmobil.de/on/demandware.store/Sites-DE-Site/de_DE/Page-Show?cid=HOB80
Zirndorf, 28.06.2013 – Gestern Abend hat PLAYMOBIL-Inhaber Horst Brandstätter im HOB-Center des FunParks in Zirndorf mit 210 Gästen seinen 80. Geburtstag gefeiert.
Er freue sich, viele alte Freunde wieder zu sehen, wünschte sich aber als Geburtstagskind an diesem Abend nicht so viel reden zu müssen. So führten dann humorvoll Moderator Bernd Händel und verschiedene Laudatoren durch den Abend. Die Redner überraschten den gut gelaunten Firmenchef mit außergewöhnlichen Geschenkideen, obwohl er sich eigentlich gar nichts gewünscht hatte. Heinz Henninger, Bürgermeister der Marktgemeinde Dietenhofen, verlieh Unternehmer Horst Brandstätter im Namen des Stadtrats die Ehrenbürgerwürde. Im Jahr 1969 hatte Brandstätter seine Produktion aus Zirndorf in die mittelfränkischen Gemeinde Dietenhofen umgesiedelt. Heute produzieren dort mehr als 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter PLAYMOBIL-Produkte und LECHUZA-Pflanzgefäße. Der Herriedener Stadtrat benannte die Straße am Standort des neuen PLAYMOBIL-Logistikzentrums, das derzeit gebaut wird, in Horst-Brandstätter-Straße um, so dass Bürgermeister Alfons Brandl dem Jubilar symbolisch ein Straßenschild mit diesem Namen überreichen konnte. Sichtlich gerührt war der Firmenpatriarch als der Zirndorfer Rathauschef Thomas Zwingel ihm einen Spende über 1.000 Euro für seine „Stiftung Kinderförderung von PLAYMOBIL“ überreichte.
Eine überdimensionale Glückwunschkarte von den Mitarbeitern
Neben der musikalischen Gestaltung durch die Thilo Wolf Big Band und einigen weiteren musikalischen, filmischen und kabarettistischen Einlagen war der Auftritt der aus dem Veitshöchheimer Fasching bekannten „Altneihauser Feierwehrkapell’n“ der Höhepunkt des Abends. Feuerwehrkommandant Norbert Neugirg hatte mit seiner sehr persönlichen und humorvollen Laudatio auf Horst Brandstätter von Anfang an die Lacher auf seiner Seite. Der von ihm als „top-agiler Spielzeugmännchen-Plastik-Dealer“ sowie „Abraham von Playmobil“ bezeichnete Jubilar genoss den Auftritt sichtlich und dankte Neugirg persönlich.

Sonntag, 23. Juni 2013

Nachruf – Denn für mich ist er gestorben



Horst Brandstätter lässt sich anlässlich seines bevorstehenden 80igsten Geburtstag mal wieder von den Medien als Gutmensch feiern. Natürlich darf man wieder gespannt sein, welches Stück Blech vom Markt der Eitelkeiten, er diesmal angeheftet bekommt.  

Gefeiert wird er aber schon jetzt z.B. in der FAZ  oder der Mitteldeutschen Zeitung  als Gutmensch, dem die Menschheit ach so viel zu verdanken hat und auf dessen Meinungsäußerung alle Welt wartet und gebannt an seinen Lippen hängt. Bei aller Lobhudelei fand ich in einem dieser Artikel diesen Absatz bemerkenswert:  

FRAGE „Im Winter können Sie ihr nur aus der Ferne helfen, den verbringen Sie nämlich auf Jupiter Island in Florida.“

ANTWORT „In meinem Bekanntenkreis gibt es Unternehmer, die von ihrem Schreibtisch nicht loskommen. Ich sage immer: Wenn der Kapitän der Einzige ist, der weiß, wo der Kompass ist, und er fällt über Bord, geht das Schiff verloren. Das heißt, wenn mir morgen etwas passiert, dann ist die Firma nicht vorbereitet. Die Zeit, in der ich nicht da bin, müssen meine Mitarbeiter selbst Entscheidungen treffen.“

Herr Brandstätter hat also wirklich noch nicht gemerkt, dass es gerade dann in seinem Unternehmen drunter und drüber geht.  Er hat also noch immer nicht realisiert, dass dann die „Messer gewetzt werden“ und ein „Hauen und Stechen“ stattfindet. Liegt das etwa an seinem biblischen Alter mit all seinen Einschränkungen?

FRAGE „Aber Sie sind ja noch da. Zumindest schicken Sie aus Florida jeden Tag Faxe mit Anweisungen.“

ANTWORT „Ich bin noch da und vor allem: Ich komme ja wieder zurück. Der erste Winter, den ich in Florida verbracht habe, war eine kleine Katastrophe. Da hat jeder gemacht, was er wollte. Heute klappt das besser.“

Ja, natürlich, ist klar! Es war nicht nur der erste Winter in dem er in Florida weilte, als jeder von seinen Führungsmitarbeitern machte was er wollte. Er lässt sich nach wie vor über die Geschehnisse in seiner Firma nur einseitig informieren.  Fax Papier wird nicht rot wenn man darauf Halbwahrheiten, Unwahrheiten, faustdicke Lügen und Verleumdungen verbreitet.
In diesem Artikel wird er als eherner standorttreuer Musterfranke gelobt. Was hat er wieder tolles geleistet? Er hat den ersten Spatenstich für ein neues Logistikzentrum für seine Firma Geobra Brandstätter in Herrieden getätigt. TOLL!

Doch man sollte die Anzahl der Arbeitsplätze, die hier eventuell neu hinzukommen könnten, bei einem hoch modernen und computergesteuerten Logistikzentrum,  nicht zu hoch einschätzen. Die Anzahl wird im Artikel übrigens auch nicht genannt.

Möglicherweise würde eine Handvoll mittlerer Handwerksbetriebe diese Anzahl an Arbeitsplätzen übertreffen. Handwerksbetriebe wie eben jener, der nach Vorgaben der Architekten und der Bauherrenvertreter der Fa.Geobra Brandstätter, diese umstrittene Schallschutzwand am Ende des Playmob Fun Parks aufbaute. (Wir berichteten hier: http://playmobland.blogspot.de/2008/05/pfusch-am-bau-und-mangelhafte.html) 

Aber darüber liest und hört man in den Medien nichts!
Dabei hatte der Chef jener Firma im vorigen Jahr nur noch schlaflose Nächte. Weil dieser noch vor Jahresfrist befürchtete, wegen der eingestürzten Schallschutzwand, bis in die Pleite durch alle Instanzen gehetzt zu werden. Während alle anderen beteiligten Entscheidungsträger ungeschoren davon kommen würden. Was ist also aus jener Firma geworden? Gingen dort nicht etwa entsprechend viele Arbeitsplätze verloren?

„Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations.  George Orwell

Im oben genannten Artikel heißt es und dafür bekam der Chef von Deutschlands größtem Spielwarenhersteller Zwischenapplaus:

„..Alles in allem wohl ein Beweis für seine Standorttreue, meinte Brandstätter.
Warum er seine Produktion nicht nach China verlagere, begründete der Unternehmer mit der Nähe der jetzigen Produktionsstandorte in Dietenhofen und Europa zu den Hauptabsatzmärkten, einer besseren Qualitätskontrolle, und er fügte hinzu: „Weil ich ein echter Franke bin und die Franken sind bodenständig.“

Was hat seine nur scheinbare Standorttreue damit zu tun, dass er Franke ist?
Also für alle, die in Geografie nicht so gut sind: Obwohl Malta eine Rot – Weise Flagge führt, gehört es doch nicht zur Region Franken. Auch Spanien gehört nicht zu Franken.
Herr Brandstätter hat schon vor Jahren große Teile seiner Produktion ins billigere europäische Ausland verlagert. Vor einer Produktion in China scheut er doch nur deshalb zurück, weil er genau weiß, dass sich China um keinerlei Patent- oder Urheberrecht schert und weil er China deshalb nicht verklagen kann. Wie er es doch sonst so gern macht. Als Drohkulisse um seinen Betriebsrat bei unpopulären Einschnitten bei der Belegschaft gefügig zu halten, hat er das Gespenst „Produktion in China“ schon oft benutzt. Also was soll diese fränkische Heuchelei?

Samstag, 30. Juni 2012

"Playmobmerkel" oder Dinge die die Welt wirklich nicht braucht


Angela `Merkel gibts jetzt als Spielzeug
Neben andere pathetischer Lobhudelei zu Gunsten der eher fragwürdigen Person Horst Brandstätter, heißt es hier: ZITAT:  Spielzeughersteller Playmobil hat eine Figur der Kanzlerin angefertigt – mit typischer Frisur und rotem Blazer. Allerdings nur als Gastgeschenk für Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer: Der hatte vergangene Woche die Playmobil-Fabrik im fränkischen Zirndorf besucht. Dort bekam er auch zwei Exemplare von Playmobil-Angela überreicht. Eine davon wollte Seehofer der Kanzlerin am Sonntag nach den Fiskalpakt-Verhandlungen in Berlin schenken. ZITAT ENDE 


Das ist schon erstaunlich. Heißt es doch noch Bei BILD.de    am 19.04.2012 in dem Artikel im Internet: http://www.bild.de/politik/inland/piratenpartei/playmobil-attacke-gegen-die-piraten-partei-23754566.bild.html Playmobil-Attacke gegen die Piraten. Unternehmen beklagt Einsatz von Piratenfiguren zur politischen Werbung. Die Pressesprecherin aus dem Playmobland beklagt hier: „Playmobil ist aber ein politisch neutrales Spielzeug”, sagte eine Unternehmenssprecherin. Kinder sollten nicht beeinflusst werden, indem sie die Figuren in einem politischen Zusammenhang sähen. Die Sprecherin: „Wir möchten deshalb nicht, dass die Piraten die Figuren bewusst für ihre Werbung einsetzen.”


Was?! Wie!? Wie politisch bzw. unpolitisch ist denn eine Playmobilfigur „Angela Merkel“?

Wenn diese Scheinheiligkeit nicht so beschämend traurig wäre, dann hätte diese Bigotterie direkt das Zeug für einen „Schenkelklopfer“  


Tja so unterschiedlich kann es sein. Dabei ist es doch wohl eher so, dass eine Partei, die in ihrem Programm auch ein Antimobbinggesetz mit im Gepäck hat, ganz und gar nichts mit Mobbingfirmen zu tun haben will. So herum stimmt es doch wohl eher. 

Seehofer im Playmobland

Im Grunde ist auch erstaunlich, wie sich BILDde mit der oben erwähnten Lobhudelei eigentlich zurückhält. Da haut man an anderer Stelle schon mehr auf den Putz. http://www.themenportal.de/wirtschaft-mittelstand/ministerpraesident-seehofer-begeistert-sich-fuer-playmobil-fussballer-und-playmobil-kanzlerin-50856 
22.06.2012 16:50 Uhr in Mittelstand und Wirtschaftspolitik
Unter anderem heißt es hier: ZITAT Firmeninhaber Horst Brandstätter (78) begrüßte den Ministerpräsidenten sichtlich gut gelaunt als Landesvater „Papa“. Horst Seehofer würdigte dessen Leistung als Unternehmer: „Danke für Ihre Standorttreue gegenüber Bayern. Wenn alle Unternehmer so verantwortungsvoll gegenüber ihren Mitarbeitern und dem Gemeinwohl im Sinne echter sozialer Marktwirtschaft handeln würden, dann hätte es die Finanz- und Wirtschaftskrise nie gegeben. Bayern wäre nicht Bayern, ohne ein starkes Franken.“  ZITAT ENDE
Hier wird es nun wirklich grotesk. Herr Seehofer muss schon ziemlich ignorant sein um nicht zu sehen wie man in dieser unsäglichen Firma mit Mitarbeitern umgeht. „Das ist weder „christlich“ und schon gar nicht „sozial“ Herr Seehofer! Gerecht bzw. Gerechtigkeit steht zwar nicht im Namen Ihrer CSU. Doch kommen diese Worte in Ihrem Amtseid vor!



Aus der  Rubrik „Dinge die die Welt nicht braucht“ präsentieren wir eine „PLAYMOBMERKEL“ – Ich lach mich kaputt!



Samstag, 28. Januar 2012

Der „Möchtegerngott“ Horst Brandstätter

Der „Möchtegerngott“ Horst Brandstätter






irgendetwas aussagen soll, dann doch wohl nur dies, dass ordentliche Recherche oder gar „Investigativer Journalismus“ bei der Süddeutschen Zeitung auch nicht mehr zu den Qualitätsmerkmalen zählt.

Das ist schade! Denn bis jetzt hielt ich diese Zeitung für ein gutes Blatt.


Schon der Titel des Artikels, 

„Mr. Playmobil Horst Brandstätter Gott der Plastikmännchen“ 

zielt in mehrfacher Hinsicht weit an der Wirklichkeit vorbei.

Herr Horst Brandstätter möchte gern ein Gott sein und dies nicht nur für „Plastikmännchen“. Denn so benimmt er sich. Er ist also ein „Möchtegerngott“. Oder ist er vielleicht doch nur ein ganz primitiver Mobber, der andere Menschen gern „….mal an die Wand spielt…“ (so wird er in diesem Artikel zitiert)?

Dabei ist ihm wohl auch jedes Mittel recht.

ZITAT: Eine knorrige Persönlichkeit ist der hochgewachsene und schlanke Endsiebziger: eigenwillig (man könnte auch altersstarrsinnig sagen), unkonventionell, ein Patriarch alter Schule, etwas schrullig (wie ein alter Zausel) vielleicht, aber mit scheinbar untrüglichem Riecher fürs Geschäft. Doch, doch, sagen sie in seiner Firma, man dürfe ihm auch widersprechen, er wolle das sogar. ZITAT ENDE


„Eigenwillig und unkonventionell“ Diese Worte verharmlosen die Wirklichkeit schon gewaltig. In diesem Zitat sollte es wohl eher heißen: „Wer widerspricht fliegt!!!“

Auch hier heiligt der Zweck die
Mittel. 
Es scheint als hätten die Sprüche des Herrn Brandstätter es dem Herrn Ritzer angetan. Denn er zitiert extra einen davon.

ZITAT "Der liebe Gott hat den Menschen die Nüsse gegeben, damit die Intelligenten und Fleißigen sie knacken" ZITAT ENDE

Der liebe Gott hat aber den Menschen auch Spielregeln gegeben (besser bekannt als „Die zehn Gebote“), die selbstverständlich auch für die Menschen gelten sollten, die Herr Horst Brandstätter für intelligent und fleißig hält. Eines dieser Gebote lautet:
„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden!“

Da wir gerade bei den Sprüchen von Herrn Brandstätter sind.

Einer seiner Lieblingssprüche ist wohl auch der: „Ein fauler Apfel verdirbt den ganzen Korb voller guter Äpfel.“

Doch Herr Brandstätter hat hier ein Problem. Er kann faule Äpfel nicht von guten Äpfeln unterscheiden. Auf diesem Auge ist er nämlich blind. So bemerkt er noch nicht einmal, wie er von einigen seiner Mitarbeiter, die er für intelligent, fleißig und rechtschaffen hält (beispielsweise
Herrn Thomas R. oder Frau Marianne A.), gerade in seiner Abwesenheit hinters Licht geführt wird.

Er sollte bedenken: Papier ist bekanntlich geduldig und auch Fax Papier wird nicht rot wenn man darauf Halbwahrheiten, Unwahrheiten, faustdicker Lügen und Verleumdungen verbreitet.

Horst Brandstätter ist von sich so eingenommen und hält sich für so gottgleich, dass er sich immer nur einseitig von immer denselben Leuten informieren lässt. So ließ er sich vor Jahren von seinem eigenen Hausmeister massiv bestehlen ohne dass dies für jenen Hausmeister Folgen hatte.

Gern bezeichnet er Menschen denen er begegnet als „Blöd“ nur weil er sie nicht versteht.

Vor diesem Hintergrund fragt sich der Mensch mit gesundem Menschenverstand dann doch schon wer hier eigentlich „Blöd“ ist.
Ach so! Nur mal so der Vollständigkeit wegen. Im Jahre 2006 erpresste man ein Stillhalteabkommen vom Betriebsrat der Firma mit der Drohung, große Teile der Produktion nach China zu verlagern, um die 40 Stunden Woche ohne Lohnausgleich von der Belegschaft abpressen zu können.

Tja so ist das mit den „Spielregeln“ im Playmobland. Für Horst Brandstätter gelten Spielregeln immer nur für den jeweils anderen. Da ist es natürlich leicht den anderen buchstäblich und immer wieder „… an die Wand zu spielen.“ 

Keine große Kunst und eigentlich auch keinen Artikel in der „Süddeutschen“ wert.

Der Artikel endet: Zitat Er verabschiedet sich und geht. Schäferhündin Emma trottet gemächlich neben ihm zum Auto. ZITAT ENDE

Man hätte auch schreiben können: „Da geht ein starrsinniger alter Zausel mit seinem wirklich netten Hund!“

Seine „neuen Ufer“ sollte er der Menschheit doch lieber ersparen.

Einfach nur traurig und erbärmlich.

Freitag, 16. Dezember 2011

Schuhbecks Gewürzhandel statt Kochshow




Diese Überschrift las ich heute in den Fürther Nachrichten im Landkreisteil auf Seite 5.

Die Autorin dieses Artikels Frau Claudia Wunder schreibt hier: „Bei seinem Gastspiel im Funpark Zirndorf stellte der Starkoch aus München seine Rezepte vor“

Weiter schreibt sie und jetzt wird es interessant: „Wenn man für ein Vier-Gang-Menü über 100 Euro zahlt, dann darf man getrost gehobene Sterneküche erwarten. Die ließ (die Betonung liegt dabei auf dem vorangegangenen Wort „ließ“) Spitzenkoch Alfons Schubeck den 410 Gästen im festlich geschmückten HOB-Center  im playmobil Funpark auch kredenzen. Alles im allen blieb der Abend jedoch hinter den Erwartungen zurück.“

Ja wer hätte das Gedacht?! Da tun mir ja die Leute, die für so viel Geld dann doch enttäuscht wurden, schon wieder ein wenig leid. Aber sie hätten es wissen können. Auch schon bevor dieser Artikel in diesem Blog erschien.


Erschreckende Werbung

Tja das mit dem „Quantensprung“ nach unten hatten wir da ja auch schon: Zitat:   Immerhin macht Alfons Schuhbeck seit einiger Zeit auch Werbung für die Hamburger Kette McDonald. Da ist dieser Quantensprung hin zur niveaulosen Frittenbude schon konsequent. Zitat Ende
Ein weiteres Zitat aus dem Artikel von Frau Claudia Wunder ist: Wer, wie angekündigt, darauf wartet, dass Schuhbeck höchstpersönlich live das Vier-Gänge-Menü vorkocht, wird bitter enttäuscht. Mehr als ein Stück Fleisch in eine Pfanne zu legen, tut der Starkoch aus München nicht. Zitat Ende.
In dieser Beziehung passt er ja zur Unternehmensleitung des Gastgebers. Die produzieren auch nicht viel mehr als heiße Luft. Die wirklich heißen Kastanien müssen dort immer die Mitarbeiter aus dem Feuer holen. Zum Dank dafür gibt es dann für sie: Verleumdung, Nötigung, Rechtsbeugung und letztlich einen Tritt.


Ingwer muss sein

Die Meinung eines Teilnehmers dieser teuren Veranstaltung war: Zitat: „Mich hat gestört, dass es ein Gewürzabend und keine Kochshow war.“ Zitat Ende
Ein anderer meinte: Zitat „Das Essen war Klasse“, aber teilweise wie bei einer „besseren Butterfahrt“ sei er sich vorgekommen. Zitat Ende
Also wer „Butterfahrten“ noch aus vergangenen Tagen kennt, der weiß, dass das Preis Leistungsverhältnis um ein Vielfaches besser war, als bei dieser fragwürdigen Veranstaltung im Playmobland.
Zitat: Die tolle Atmosphäre im Glaspalast des HOB- Centers habe beindruckt. Zitat Ende
Das mag einen so vorkommen wenn man die „Abgründe im Playmobland“ nicht kennt. Doch wer hiervon weiß, dem läuft wohl trotz Atmosphäre eher ein eisiger Schauer über den Rücken.
So hat man also doch die Veranstaltung voll bekommen indem man mehr versprach als man zu halten gewillt war.
Dies war und ist des Öfteren gängige Praxis im Playmobland. Da gelten andere Regeln. Eben Playmobilregeln und das unumstößliche „Playmobilgesetz“
Und so lautet das Fazit von Frau Claudia Wunder: Zitat Schuhbecks Kochshow hätte wohl besser als Vortrag über Gewürze und Verkaufsshow für seine Bücher und Produkte deklariert werden sollen. Befremdlich wirkte, dass er sich nicht mal von seinen „Anhängern“ verabschiedete sowie einen vereinbarten Interviewtermin ohne Kommentar platzen ließ. Zitat Ende
Da hat sich wohl einer ebenso gottgleich wie Herr Horst Brandstätter (Träger des Bundesverdienstkreuzes), gehalten.
Oder aber seine „Anhänger“ durften Herrn Schuhbeck nicht huldigen, weil dies eventuell die Playmoblichtgestallten, wie die vorbildhafte Powervorzeigefrau Andrea Schauer nebst der unfehlbaren Chefsekretärin Marianne Albert,  in den Schatten hätte stellen können.
Ich gehe jedenfalls nach wie vor woanders essen.


Prost Mahlzeit

Euer Pelias

Samstag, 3. Dezember 2011

Alfons Schubeck kocht in einer drittklassigen Frittenbude











So herzhaft habe ich schon lange nicht mehr gelacht. Da habe ich heute diesen Artikel in der Zeitung gelesen.
Ausgerechnet im sogenannten HOB Center in Zirndorf soll gehobene Gastronomie zelebriert werden.
Alfons Schubeck, ein Spitzenkoch der augenscheinlich schon seit Längerem den Zenit seines Erfolges überschritten hat, will im Playmobland kochen.

Immerhin macht Alfons Schubeck seit einiger Zeit auch Werbung für die Hamburger Kette McDonald. Da ist dieser Quantensprung hin zur niveaulosen Frittenbude schon konsequent.

Doch was Alfons Schubeck möglicherweise nicht weiß ist:

Er betritt am 9. Dezember 2011 den Geltungsbereich des „Playmobilgesetzes“.
Dieses „Gesetz“ bedeutet im Kern:

Nichts und Niemand können etwas besser als der gottgleiche Herr Horst Brandstätter (Träger des Bundesverdienstkreuzes),

Nichts und Niemand können etwas besser als die vorbildhafte
Powervorzeigefrau Andrea Schauer
nebst der unfehlbaren Chefsekretärin Marianne Albert.

Das heißt und bedeutet auch NICHTS und NIEMAND!

„Da gehören sie und ihre windige Sterneküche selbstverständlich auch dazu, Herr Schubeck!“

Denn genau dieser Anspruch des oben genannten „Playmobilgesetzes“ hat bisher dafür gesorgt, dass das eigentlich sehr gut ausgestattete HOB-Center,
gastronomisch lediglich das Prädikat

„Drittklassige Frittenbude ohne Niveau aber trotzdem teuer“

erwerben konnte.

Daran wird ein Alfons Schubeck auch nichts ändern.

Apropos teuer: Die Preise für diese fragwürdige Veranstaltung sprechen auch eine deutliche Sprache. So wird es an der Abendkasse sicherlich auch noch nach der Veranstaltung reichlich
Karten geben.

Ich jedenfalls habe mich jetzt schon köstlich amüsiert und werde auch in Zukunft besser woanders essen gehen.

Pelias