Samstag, 3. Dezember 2016

Wie lange wird er überleben?

Hier eine Meldung, die mich schon zum Schmunzeln bringt:
http://plasticker.de/Kunststoff_News_29205_playmobil_Steffen_Hoepfner_uebernimmt_Vorsitz_der_Brandstaetter_Unternehmensstiftung_und_der_Horst_Brandstaetter_Holding_GmbH

Steffen Höpfner übernimmt ab dem 01. Dezember 2016 die Position des Vorstandsvorsitzenden der Brandstätter Unternehmensstiftung und des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Horst Brandstätter Holding GmbH. Der 50-Jährige wechselt damit aus dem Stiftungsbeirat in den Vorstand.

Als Vorstandsvorsitzender der Unternehmensgruppe verantwortet er in Zukunft die Schwerpunkte Strategie/Unternehmensentwicklung, Personalentwicklung und Unternehmensbeteiligungen beim playmobil-Hersteller. In sein Ressort fallen zudem die Unternehmenskommunikation und die Vertretung des Vorstands gegenüber dem Stiftungsbeirat. Die Brandstätter Gruppe setzt damit auf personelle Kontinuität und stärkt für 2017 gleichsam die Unternehmensführung bei der operativen Umsetzung von neuen strategischen Projekten.


Zu den zentralen Herausforderungen der Unternehmensgruppe gehören das wachsende internationale Geschäft, der Aufbau neuer strategischer Partnerschaften, der Ausbau des internationalen Produktionsnetzwerkes sowie die Digitalisierung - allen voran in der Spielwarenbranche. "Für die Brandstätter Gruppe sehe ich hier ein breites Zukunftsfeld. 2017 werden wir unsere Chance ergreifen", kündigt Höpfner an. Die Unternehmensleitung der Brandstätter Gruppe besteht damit künftig aus fünf Personen: Achim Boymanns, Robert Benker, René Feser und Silke Heinrich verantworten weiterhin ihre angestammten Geschäftsbereiche. Weiter gilt der Grundsatz, dass die Unternehmensleitung eng vom Stiftungsbeirat begleitet wird.

Seit 20 Jahren eine feste Größe
Steffen Höpfner ist über 20 Jahre mit der Brandstätter Unternehmensgruppe verbunden. Der Wirtschaftsingenieur kam direkt nach dem Studium zu geobra und sammelte erste berufliche Erfahrungen in den Bereichen Technik und Kalkulation und führte Projekte in verschiedenen Bereichen des Unternehmens durch, bevor er 1999 zu der CSC Ploenzke AG als Consultant für Strategie und Prozessberatung wechselte. 2003 kehrte Höpfner zu geobra zurück und verstärkte die Geschäftsleitung zunächst in den Bereichen IT, Controlling und Projektmanagement. Seit dem Jahr 2009 war er Geschäftsführer der geobra und der Horst Brandstätter Holding. Mit dem Tod von Horst Brandstätter wechselte er im Jahr 2015 in den Stiftungsbeirat und steht im engen Austausch mit der Unternehmensleitung. 
Die Frage ist doch, wie in den letzten Jahren, wie lange wird er überleben? Bei dem unten stehenden Hintergrund, muss die Frage erlaubt sein, wie lange wird er die alte Frau im Stiftungssrat befriedigen können!? Definitiv, ein Unternehmen auf dem absteigenden Ast!!!!


Donnerstag, 3. März 2016

Das passt ins Bild

Wer bei diesem Video genau hinhört und dann das gehörte mit dem, in diesem Blog, geschilderten Vorkommnissen vergleicht, der wird feststellen, das diese Art und Weise im Playmobland schon eine lange Tradition hat. Es ist halt ein Traditionsbetrieb.

video





Dienstag, 1. März 2016

Nichts anderes hatte ich erwartet....


Streit und Intrigen in der Playmobil-Welt


  • Von Uwe Ritzer,
  • Zirndorf
  • Die Führungskrise beim Playmobil-Hersteller Gebora Brandstätter 
  • eskaliert: 
  • Das Unternehmen schasst eine Geschäftsführerin
  • sofort, ohne Angabe von Gründen, nach 25 Jahren in der Firma.
  • Zugleich gibt es Ärger mit der Gewerkschaft, die Mitarbeiter sind 
  • verunsichert und beklagen ein Klima der Angst.
  • Bereits seit dem Tod des Firmengründers und 
  • Patriarchen vergangenen Juni ist Deutschlands zweitgrößter 
  • Spielzeughersteller in Aufruhr.
Die Playmobil-Welt ist von Hause aus eigentlich eine fröhliche. Die fingerlangen Kunststoff-Figürchen, von denen mehr als 2,8 Milliarden den Erdball bevölkern, lächeln immer, egal, ob sie als Polizisten, Ritter, Feuerwehrleute, Bauarbeiter oder Gärtner daherkommen. Die chronische Fröhlichkeit der Produkte steht allerdings in krassem Gegensatz zu den Zuständen beim Herstellerunternehmen Geobra Brandstätter. Bei Deutschlands zweitgrößtem Spielwarenhersteller ist jegliche Harmonie dahin.
Da ist zum einen die plötzliche Abberufung von Judith Weingart: "Mit sofortiger Wirkung" scheide die bisherige Geschäftsführerin für Vertrieb, Marketing und Werbung aus, heißt es in einem internen Schreiben, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Gründe werden nicht genannt; der Dank an Weingart, die immerhin 25 Jahre in Diensten von Playmobil war und erst 2015 zur Geschäftsführerin aufstieg, fällt kühl aus. Man danke ihr für die langjährige Tätigkeit, heißt es knapp.
Weingarts Rauswurf dürfte die Unruhe bei Playmobil und der Pflanzkübel-Schwesterfirma Lechuza weiter verschärfen. Ohnehin herrschte bereits Verunsicherung seitdem Alleineigentümer Horst Brandstätter Anfang Juni starb. Der war ein raubeiniger Patriarch alter Schule, der den Ton ziemlich unmissverständlich angab. Und wenn nicht, dann hatte Andrea Schauer das Sagen, Weingarts Vorgängerin und 15 Jahre lang Geschäftsführerin. Voriges Jahr zog sie sich "vorwiegend aus gesundheitlichen Gründen" zurück, wie es hieß. Fast zeitgleich erlag Brandstätter mit 81 Jahren einem Krebsleiden.

Playmobil: eine komplizierte Konstruktion:

Geschäftsführer, von denen aber keiner bei Bedarf das letzte Wort haben darf. Sie würden sich gegenseitig belauern und neutralisieren, heißt es. Mitarbeiter beklagen als Folge komplizierte Abstimmungsprozesse.

Und dann gibt es noch großen Ärger mit der Gewerkschaft und Teilen der Belegschaft. Von massiver Beeinflussung im Vorfeld der Betriebsratswahl ist die Rede, von fragwürdigen Attacken auf die IG Metall und unanständigem Druck auf die Beschäftigten. Im Bayerischen Rundfunk sprach ein Playmobil-Mitarbeiter von "einem Klima der Angst", Einschüchterungsversuchen und "ständig drohenden Abmahnungen". Es geht vor allem um die Zustände im Werk im fränkischen Dietenhofen, wo mehr als 1500 der weltweit 4160 Beschäftigten die Kunststoff-Spielewelten produziert, in denen sich die Playmobil-Figuren tummeln.
Playmobil 40th Anniversary Nears

Playmobil
Chaos im Spielzeugladen

Im Sommer starb Playmobil-Gründer Horst Brandstätter. Seither fehlt der Firma die Führung.

Ränkespiele um die Neuwahl des Betriebsrats

Der örtliche IG-Metall-Chef Reiner Gehring hat dort eine "Angstkultur" und "Wild-West-Methoden" ausgemacht. "Die wollen uns mit allen Mitteln draußen halten", sagt er. Bei Playmobil, respektive Geobra Brandstätter, gibt es bislang nicht einmal einen Tarifvertrag.
2014 wurde in Dietenhofen ein Betriebsrat gewählt, dabei wurde aber eine IG-Metall-Liste ausgeschlossen und auch sonst lief die Wahl nicht korrekt ab. Das haben inzwischen Arbeitsgerichte durch alle Instanzen rechtskräftig festgestellt. Nun steht eine Neuwahl an, in deren Vorfeld ein polemisches Flugblatt gegen die IG Metall kursierte. Überhaupt werde der Prozess der Betriebsratswahl massiv gestört und die Firma tue nichts, um eine reibungslose und faire Wahl zu gewährleisten, kritisiert Bayerns IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler. Störungen würden "stillschweigend geduldet, schlimmstenfalls sogar gebilligt".
Die Geschäftsleitung gibt sich arglos. Vor allem ehemalige Betriebsratsmitglieder hätten die Handzettel gefertigt. Im Übrigen sei die Aktion "Ausdruck freier Meinungsäußerung unserer Mitarbeiter", auf die man keinen Einfluss nehme. Umgekehrt werde ein Schuh draus, meint hingegen eine Playmobil-Mitarbeiterin: "Man traut sich bei uns seine Meinung nicht mehr frei äußern."
......warum wundert mich dieser Artikel:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/spielwaren-streit-und-intrigen-in-der-playmobil-welt-1.2885278 
in der Süddeutschen Zeitung so gar nicht? 
Weil die Art und Weise, wie man in dieser unsäglichen Firma mit Mitarbeitern, mit dem gesetzlich verbrieften Mitspracherecht und Arbeitnehmerrechten umgeht, gerade auch in diesem Blog ausführlich behandelt wurde.
Ich wundere mich nur darüber, dass die IG Metall hier so erschüttert tut. Gerade der Fall Hardy R., der sich vor Jahren auch als Betriebsratskanditat hat aufstellen lassen und der sicher ein für die Firma Geobra Brandstätter unbequemer, weil kritischer, Betriebsrat geworden wäre, ist der IG Metall Fürth wohl bekannt. 
Auch die Rolle der ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden Frau B. wirft in diesem Fall einige Fragen auf. In dem Kapitel "Furioses Ende eines Arbeitsverhältnisses" findet man eine Eidesstattliche Erklärung dieser Frau. Was diese Wert ist darf jeder selbst einschätzen. Er muss nur wissen, dass Hardy R. 2006 nach einer langen Mobbing (Bossing) Tortour, fristlos gefeuert wurde. Als Grund wurde sich seitens der Geschäftsleitung auf, aus dem Zusammenhang gerissene, Teile eines 6 Augen Gesprächs bezogen, die der Geschäftsleitung eigentlich gar nicht zur Kenntnis hätten gelangen dürfen. Denn dieses Gespräch fand in einem vertraulichen Rahmen zwischen Hardy R., Frau B. (Betriebsratsvorsitzende und schweige-pflichtig) und dem damaligen Betriebsarzt  Herrn Dr. F. (auch über die ärztliche Schweigepflicht zum Schweigen verpflichtet) statt.
Also wer hat da geplaudert und seine Schweigepflicht verletzt????
Dies kam in dem Kündigungsschutzprozess gar nicht zur Sprache und wurde schon gar nicht vom Gericht entsprechend gewürdigt.
Hardy R. hatte damals nur sehr wenig Hilfe von der IG Metall bekommen. Er bekam lediglich Rechtsschutz durch die IG Metall beim zweiten Kündigungsschutzprozess, der einer langjährigen, schmerzhaften und gesundheitlich folgenschweren Mobbingkampagne zwangsläufig folgte.
Das Hardy R. in der folgenden Zeit langzeit-arbeitslos wurde, dass er im Raum Nürnberg nicht mehr den aller geringsten Job mehr bekam und gezwungen war ins Ausland zu gehen um dem brutalen Schicksal "Hartz IV" zu entgehen, dass er darüber dauerhaft krank wurde und das ihm in diesem Schicksal absolut niemand half, bleibt natürlich (außer an dieser Stelle) in der Öffentlichkeit völlig unerwähnt. Dabei wird es wohl auch bleiben.
Wenn ich dann aber lese, dass hinter dem Ganzen die Vorsitzende des Stiftungsrates Frau Marianne A., eine ehemalige Chefsekretärin (dies ist ein durchas ehrenwerter Beruf) mit einem Hang zur Macht, die allerdings tatsächlich keine Ahnung vom Tuten..., woher auch, hat, steckt, so weiß ich, dass diese Entwicklung bei Geobra Brandstätter einfach zwangsläufig ist.
Ich sage: Kein Arbeitgeber in diesem Land hat auch nur einen vernünftigen Arbeitnehmer verdient. 
ARBEITGEBER NACH DER HARTZ GESETZGEBUNG IN DEUTSCHLAND SIND ASOZIAL

Freitag, 27. November 2015

Nicht ohne Häme


Chaos im Spielzeugladen

  • Nach dem Tod von Firmenchef Horst Brandstätter herrscht bei Playmobil ein Machtvakuum.
  • Keiner der drei neuen Vorstände darf allein entscheiden, man belauere sich, berichten Insider.
Von Uwe Ritzer
Der alte Patriarch wusste, dass er bald sterben würde, also regelte er seine letzten Dinge. So, wie er immer alles entschieden hatte: allein. Horst Brandstätter, Spitzname Hob, war ein cleverer, knorriger Haudegen mit sicherem Gespür fürs Geschäft, der sich selten reinreden ließ. Schnell erkannte er als junger Mann, dass seine Verwandten behäbig geworden waren, bugsierte sie aus dem Familienunternehmen und führte es fortan selbst. Später fiel ihm das Talent eines gewissen Hans Beck auf, eines wortkargen Tüftlers, der Brandstätter zu einem der reichsten Deutschen machen sollte. Beck erfand für ihn die fingerlangen Playmobil-Figuren, von denen heute mehr als 2,8Milliarden den Erdball bevölkern. Um sie herum schuf der Patriarch einen Spielwarenhersteller mit knapp 4200 Mitarbeitern.
Am 3. Juni dieses Jahres starb Horst Brandstätter im Alter von 81 Jahren. Bis zuletzt hatte er in seiner Firma allein das Sagen. Selbst aus Florida, wo er die Winter verbrachte, wies er seinem Management in Zirndorf bei Nürnberg täglich per Fax den Weg. Doch nun scheint es im Rückblick, als hätte den Patriarchen kurz vor seinem Tod sein bis dahin untrüglicher Instinkt verlassen. Die zu seinen Lebzeiten zumindest nach außen heile Playmobil-Welt ist in ziemliche Unordnung geraten.
Mitarbeiter und andere, die das Unternehmen gut kennen, berichten von großer Verunsicherung und Unzufriedenheit. Sie beklagen lange und komplizierte Entscheidungswege, umständliche Kommunikation und schwierige Abstimmungsprozesse. Kurzum: ein Führungsproblem. Vor allem, sagen viele, fehle ein Chef.
Es ist ein gewaltiger kultureller Umbruch, der sich bei Playmobil offenkundig nur unter großen Schmerzen vollzieht. Ein stets patriarchalisch geführtes Unternehmen muss lernen, ohne den gewohnten, mal gütigen, mal strengen Übervater auszukommen. Man komme dabei gut voran, versichert eine Sprecherin. Tatsächlich ist es wohl so, dass ausgerechnet der Instinkt-Unternehmer Brandstätter es versäumt hat, rechtzeitig klare Strukturen für diesen Wandel zu schaffen.

Playmobil 40th Anniversary Nears
Dabei schien er alles geregelt zu haben. Er schuf ein Konstrukt aus zwei Stiftungen und einer Holding. Die Firma ging mit seinem Ableben über in die Brandstätter Unternehmensstiftung. Die Söhne des Patriarchen kommen darin nicht vor; ihnen traute er die Übernahme der Firma nicht zu. Offenkundig wollte er sich auch sonst nicht auf seine Familie verlassen: Sicherheitshalber verfügte Brandstätter, die Unternehmensstiftung müsse sich auch um "die Grabstätte des Stifters und die Ehrung des Andenkens an den Stifter" kümmern.

Das Weihnachtsgeschäft läuft bei Playmobil gut - die Produkte wurden aber noch unter Brandstätter entwickelt. Nun droht eine gefährliche Lähmung.

(Foto: Timm Schamberger/Getty Images)
Der Patriarch versäumte es aber, einen neuen Anführer im Playmobil-Land auszurufen. Fast zeitgleich mit Brandstätters Tod zog sich, wie schon länger angekündigt, Andrea Schauer, 56, ins Privatleben zurück. "Aus gesundheitlichen Gründen", wie es hieß. 15 Jahre lang war sie die operative Nummer eins bei Playmobil und man sagt ihr großes Geschick im Umgang mit dem nicht einfachen Patriarchen nach und dass sie sich die nötigen Freiräume geschaffen habe.
Seit Schauers Abgang und Brandstätters Tod führen nun drei gleichberechtigte Vorstände das Unternehmen: Die frühere Pressesprecherin Judith Weingart ist für Entwicklung, Marketing und Vertrieb zuständig. René Feser ist kaufmännischer Chef und Robert Benker kümmert sich um Produktion und Technik. Alles altgediente Playmobil-Leute. Das Problem ist nur: Keiner aus dem Trio darf bei Bedarf das letzte, entscheidende Wort sprechen. Der Patriarch habe das so gewollt, heißt es.

Insider berichten, wie sich die Vorstände gegenseitig belauern

Das führt zu kuriosen Situationen: Medientermine etwa, die Schauer oder Brandstätter früher mit links erledigten, finden kaum noch statt. Die drei Vorstände treten nur gemeinsam auf, einer allein darf nicht. "Vieles deutet auf Misstrauen in der Chefetage hin", sagt ein intimer Kenner der Zirndorfer Verhältnisse. "Jeder passt auf, dass der andere den Kopf nicht zu weit hebt." Das lähmt auf Dauer und vor allem sind viele Mitarbeiter inzwischen genervt.
Auf dem Papier seien die Zuständigkeiten der Vorstände zwar getrennt, erzählt jemand. "Tatsächlich muss man höllisch aufpassen, nicht mit einem etwas zu vereinbaren, wodurch sich die anderen übergangen fühlen könnten." Angst macht sich breit im Playmobil-Land, die Pattsituation könne die strategische Entwicklung blockieren. "Es ist schwer, wenn keiner sagt, wo es langgeht", sagt ein Insider. Ein weiteres Problem sei, dass alle drei Vorstände schon lange bei Playmobil sind und deshalb gewohnt waren, im Windschatten des Patriarchen zu arbeiten. Nun werde aber Eigenverantwortung verlangt.

Vom Stiftungsbeirat, der laut Brandstätters Überlieferung das operative Management ähnlich wie ein Aufsichtsrat "unterstützen und kontrollieren" soll, scheint wenig zu erwarten. Außer einem Rechtsanwalt und langjährigen Berater des Patriarchen sitzen drei altgediente Playmobilisten in dem Gremium. Vorsitzende, und damit in einer Schlüsselposition, ist Marianne Albert. In der Spielwarenbranche ist sie ein unbeschriebenes Blatt. Sie war langjährige Assistentin und enge Vertraute des Patriarchen, sowie Ansprechpartnerin für alle, die im Zirndorfer Playmobil-Freizeitpark die große Halle mieten wollten.
Albert arbeite immerhin seit 1990 für die Firma und sei seit "17 Jahren in der Geschäftsleitung" tätig, erklärt das Unternehmen auf Anfrage. Eine gewagte Beschreibung, bekleidete sie doch offenkundig nie einen Führungsposten. Detaillierte Fragen zu den Problemen der Nach-Brandstätter-Ära lässt Albert unbeantwortet. Nur so viel: "Nur ein gutes Team bringt gute Ergebnisse". Im Übrigen komme die "geplante Umstellung des zuvor patriarchalisch geführten Unternehmens auf ein Stiftungsmodell gut voran".
Zumindest das Weihnachtsgeschäft in Deutschland und Frankreich scheint zu laufen; der Abverkauf liegt jeweils um 13 Prozent über den Vorjahreswerten. Entwickelt wurden die verkauften Produkte allerdings noch zu Zeiten des Patriarchen.

Nicht ohne Häme nehme ich diesen Artikel der Süddeutschen Zeitung http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/playmobil-chaos-im-spielzeugladen-1.2757489 zur Kenntnis. Doch muß man kein Hellseher sein um diese Entwicklung voraus gesehen zu haben. "Der Fisch fängt am Kopf das Stinken an!" 

Montag, 23. Dezember 2013

Hat die Stadt Zirndorf zu viel Geld?


Am 28.06.2013 feierte Horst Brandstätter seinen 80. Geburtstag. Wir kommentierten dieses Ereignis schon im Vorfeld (hier: http://playmobland.blogspot.de/2013/06/nachruf-denn-fur-mich-ist-er-gestorben.html ) Wie bereits schon vermutet, ließ er sich mal wieder großspurig als Gutmensch feiern. Vom lächerlichen Markt der Eitelkeiten bekam er diesmal nicht das Stück Blech, welches sich Bundesverdienstkreuz nennt. Nein er bekam diesmal ein großes Blech-Straßenschild mit seinem Namen darauf.
Manch einer hat nach dem Volksmund ein Brett vorm Kopf. Wir lernen also: Das Material kann hierbei durchaus variieren.

All dies ist selbstverständlich sein Privatvergnügen solange dafür nicht das Geld der Allgemeinheit verprasst wird. Das dies so ist halte ich nun für fraglich, nachdem ich diesen Artikel und hierin speziell diesen Satz las: … Sichtlich gerührt war der Firmenpatriarch als der Zirndorfer Rathauschef Thomas Zwingel ihm einen Spende über 1.000 Euro für seine „Stiftung Kinderförderung von PLAYMOBIL“ überreichte….

Hat die Stadt Zirndorf zu viel Geld?? So dass sie es sich leisten kann, öffentliche Mittel einem Multimillionär in den Rachen zu werfen, zu welchem Zweck auch immer???

Gab oder gibt es in Zirndorf keine 10 bedürftige Kinder, die sich über ein Weihnachtgeld von jeweils 100€, ohne das diese Summe auf den elterlichen Hartz Satz angerechnet wird, riesig freuen würden???

Die oben genannte Stiftung ist die Stiftung des Herrn Brandstätter! Er sonnt sich darin!!!

Also sollte es ihm als Multimillionär doch selbst möglich sein, seiner Stiftung monetäres Gewicht zu verleihen.

Man sollte auch nicht vergessen wie die Mitarbeiter in seiner Firma von ihm und seiner Geschäftsführung und seinen leitenden Angestellten behandelt werden. Wie er den Betriebsrat unter Druck setzt, um Lohnkürzungen in Form von Arbeitszeitverlängerungen durchzusetzen. Wir berichteten hier.
Er drohte damals damit, die Produktion nach China zu verlagern. Somit hatte er also vor, die dortige  Kinderarbeit zu unterstützen.

Man darf auch nicht aus den Augen verlieren, wie korrekte Mitarbeiter  seiner Firma, grundlos und böswillig  in den sozialen Abstieg a la Hartz gemobbt werden. Hierzu „Abgründe im Playmobland“

Also wie abgrundtief scheinheilig sind diese Gratulanten an Horst Brandstätters 80. Geburtstag???

Ich wünsche ihnen eine (f)rohe Weihnacht (hoffentlich stürzt das Kirchendach bei so viel Scheinheiligkeit nicht über Euch zusammen) und ein Neues Jahr in dem sie vielleicht mal erleben können, wie es sich anfühlt ein Opfer dieses Mannes zu sein. 

Euer Grinch zu Weihnachten

P.S. In diesem Zusammenhang hier ein kleiner Literaturtipp für den Gabentisch:  http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Dickens%E2%80%99_Weihnachtsgeschichte

Hier der ganze Artikel voller Lobhudelei: http://www.playmobil.de/on/demandware.store/Sites-DE-Site/de_DE/Page-Show?cid=HOB80
Zirndorf, 28.06.2013 – Gestern Abend hat PLAYMOBIL-Inhaber Horst Brandstätter im HOB-Center des FunParks in Zirndorf mit 210 Gästen seinen 80. Geburtstag gefeiert.
Er freue sich, viele alte Freunde wieder zu sehen, wünschte sich aber als Geburtstagskind an diesem Abend nicht so viel reden zu müssen. So führten dann humorvoll Moderator Bernd Händel und verschiedene Laudatoren durch den Abend. Die Redner überraschten den gut gelaunten Firmenchef mit außergewöhnlichen Geschenkideen, obwohl er sich eigentlich gar nichts gewünscht hatte. Heinz Henninger, Bürgermeister der Marktgemeinde Dietenhofen, verlieh Unternehmer Horst Brandstätter im Namen des Stadtrats die Ehrenbürgerwürde. Im Jahr 1969 hatte Brandstätter seine Produktion aus Zirndorf in die mittelfränkischen Gemeinde Dietenhofen umgesiedelt. Heute produzieren dort mehr als 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter PLAYMOBIL-Produkte und LECHUZA-Pflanzgefäße. Der Herriedener Stadtrat benannte die Straße am Standort des neuen PLAYMOBIL-Logistikzentrums, das derzeit gebaut wird, in Horst-Brandstätter-Straße um, so dass Bürgermeister Alfons Brandl dem Jubilar symbolisch ein Straßenschild mit diesem Namen überreichen konnte. Sichtlich gerührt war der Firmenpatriarch als der Zirndorfer Rathauschef Thomas Zwingel ihm einen Spende über 1.000 Euro für seine „Stiftung Kinderförderung von PLAYMOBIL“ überreichte.
Eine überdimensionale Glückwunschkarte von den Mitarbeitern
Neben der musikalischen Gestaltung durch die Thilo Wolf Big Band und einigen weiteren musikalischen, filmischen und kabarettistischen Einlagen war der Auftritt der aus dem Veitshöchheimer Fasching bekannten „Altneihauser Feierwehrkapell’n“ der Höhepunkt des Abends. Feuerwehrkommandant Norbert Neugirg hatte mit seiner sehr persönlichen und humorvollen Laudatio auf Horst Brandstätter von Anfang an die Lacher auf seiner Seite. Der von ihm als „top-agiler Spielzeugmännchen-Plastik-Dealer“ sowie „Abraham von Playmobil“ bezeichnete Jubilar genoss den Auftritt sichtlich und dankte Neugirg persönlich.

Sonntag, 23. Juni 2013

Nachruf – Denn für mich ist er gestorben



Horst Brandstätter lässt sich anlässlich seines bevorstehenden 80igsten Geburtstag mal wieder von den Medien als Gutmensch feiern. Natürlich darf man wieder gespannt sein, welches Stück Blech vom Markt der Eitelkeiten, er diesmal angeheftet bekommt.  

Gefeiert wird er aber schon jetzt z.B. in der FAZ  oder der Mitteldeutschen Zeitung  als Gutmensch, dem die Menschheit ach so viel zu verdanken hat und auf dessen Meinungsäußerung alle Welt wartet und gebannt an seinen Lippen hängt. Bei aller Lobhudelei fand ich in einem dieser Artikel diesen Absatz bemerkenswert:  

FRAGE „Im Winter können Sie ihr nur aus der Ferne helfen, den verbringen Sie nämlich auf Jupiter Island in Florida.“

ANTWORT „In meinem Bekanntenkreis gibt es Unternehmer, die von ihrem Schreibtisch nicht loskommen. Ich sage immer: Wenn der Kapitän der Einzige ist, der weiß, wo der Kompass ist, und er fällt über Bord, geht das Schiff verloren. Das heißt, wenn mir morgen etwas passiert, dann ist die Firma nicht vorbereitet. Die Zeit, in der ich nicht da bin, müssen meine Mitarbeiter selbst Entscheidungen treffen.“

Herr Brandstätter hat also wirklich noch nicht gemerkt, dass es gerade dann in seinem Unternehmen drunter und drüber geht.  Er hat also noch immer nicht realisiert, dass dann die „Messer gewetzt werden“ und ein „Hauen und Stechen“ stattfindet. Liegt das etwa an seinem biblischen Alter mit all seinen Einschränkungen?

FRAGE „Aber Sie sind ja noch da. Zumindest schicken Sie aus Florida jeden Tag Faxe mit Anweisungen.“

ANTWORT „Ich bin noch da und vor allem: Ich komme ja wieder zurück. Der erste Winter, den ich in Florida verbracht habe, war eine kleine Katastrophe. Da hat jeder gemacht, was er wollte. Heute klappt das besser.“

Ja, natürlich, ist klar! Es war nicht nur der erste Winter in dem er in Florida weilte, als jeder von seinen Führungsmitarbeitern machte was er wollte. Er lässt sich nach wie vor über die Geschehnisse in seiner Firma nur einseitig informieren.  Fax Papier wird nicht rot wenn man darauf Halbwahrheiten, Unwahrheiten, faustdicke Lügen und Verleumdungen verbreitet.
In diesem Artikel wird er als eherner standorttreuer Musterfranke gelobt. Was hat er wieder tolles geleistet? Er hat den ersten Spatenstich für ein neues Logistikzentrum für seine Firma Geobra Brandstätter in Herrieden getätigt. TOLL!

Doch man sollte die Anzahl der Arbeitsplätze, die hier eventuell neu hinzukommen könnten, bei einem hoch modernen und computergesteuerten Logistikzentrum,  nicht zu hoch einschätzen. Die Anzahl wird im Artikel übrigens auch nicht genannt.

Möglicherweise würde eine Handvoll mittlerer Handwerksbetriebe diese Anzahl an Arbeitsplätzen übertreffen. Handwerksbetriebe wie eben jener, der nach Vorgaben der Architekten und der Bauherrenvertreter der Fa.Geobra Brandstätter, diese umstrittene Schallschutzwand am Ende des Playmob Fun Parks aufbaute. (Wir berichteten hier: http://playmobland.blogspot.de/2008/05/pfusch-am-bau-und-mangelhafte.html) 

Aber darüber liest und hört man in den Medien nichts!
Dabei hatte der Chef jener Firma im vorigen Jahr nur noch schlaflose Nächte. Weil dieser noch vor Jahresfrist befürchtete, wegen der eingestürzten Schallschutzwand, bis in die Pleite durch alle Instanzen gehetzt zu werden. Während alle anderen beteiligten Entscheidungsträger ungeschoren davon kommen würden. Was ist also aus jener Firma geworden? Gingen dort nicht etwa entsprechend viele Arbeitsplätze verloren?

„Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations.  George Orwell

Im oben genannten Artikel heißt es und dafür bekam der Chef von Deutschlands größtem Spielwarenhersteller Zwischenapplaus:

„..Alles in allem wohl ein Beweis für seine Standorttreue, meinte Brandstätter.
Warum er seine Produktion nicht nach China verlagere, begründete der Unternehmer mit der Nähe der jetzigen Produktionsstandorte in Dietenhofen und Europa zu den Hauptabsatzmärkten, einer besseren Qualitätskontrolle, und er fügte hinzu: „Weil ich ein echter Franke bin und die Franken sind bodenständig.“

Was hat seine nur scheinbare Standorttreue damit zu tun, dass er Franke ist?
Also für alle, die in Geografie nicht so gut sind: Obwohl Malta eine Rot – Weise Flagge führt, gehört es doch nicht zur Region Franken. Auch Spanien gehört nicht zu Franken.
Herr Brandstätter hat schon vor Jahren große Teile seiner Produktion ins billigere europäische Ausland verlagert. Vor einer Produktion in China scheut er doch nur deshalb zurück, weil er genau weiß, dass sich China um keinerlei Patent- oder Urheberrecht schert und weil er China deshalb nicht verklagen kann. Wie er es doch sonst so gern macht. Als Drohkulisse um seinen Betriebsrat bei unpopulären Einschnitten bei der Belegschaft gefügig zu halten, hat er das Gespenst „Produktion in China“ schon oft benutzt. Also was soll diese fränkische Heuchelei?

Samstag, 30. Juni 2012

"Playmobmerkel" oder Dinge die die Welt wirklich nicht braucht


Angela `Merkel gibts jetzt als Spielzeug
Neben andere pathetischer Lobhudelei zu Gunsten der eher fragwürdigen Person Horst Brandstätter, heißt es hier: ZITAT:  Spielzeughersteller Playmobil hat eine Figur der Kanzlerin angefertigt – mit typischer Frisur und rotem Blazer. Allerdings nur als Gastgeschenk für Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer: Der hatte vergangene Woche die Playmobil-Fabrik im fränkischen Zirndorf besucht. Dort bekam er auch zwei Exemplare von Playmobil-Angela überreicht. Eine davon wollte Seehofer der Kanzlerin am Sonntag nach den Fiskalpakt-Verhandlungen in Berlin schenken. ZITAT ENDE 


Das ist schon erstaunlich. Heißt es doch noch Bei BILD.de    am 19.04.2012 in dem Artikel im Internet: http://www.bild.de/politik/inland/piratenpartei/playmobil-attacke-gegen-die-piraten-partei-23754566.bild.html Playmobil-Attacke gegen die Piraten. Unternehmen beklagt Einsatz von Piratenfiguren zur politischen Werbung. Die Pressesprecherin aus dem Playmobland beklagt hier: „Playmobil ist aber ein politisch neutrales Spielzeug”, sagte eine Unternehmenssprecherin. Kinder sollten nicht beeinflusst werden, indem sie die Figuren in einem politischen Zusammenhang sähen. Die Sprecherin: „Wir möchten deshalb nicht, dass die Piraten die Figuren bewusst für ihre Werbung einsetzen.”


Was?! Wie!? Wie politisch bzw. unpolitisch ist denn eine Playmobilfigur „Angela Merkel“?

Wenn diese Scheinheiligkeit nicht so beschämend traurig wäre, dann hätte diese Bigotterie direkt das Zeug für einen „Schenkelklopfer“  


Tja so unterschiedlich kann es sein. Dabei ist es doch wohl eher so, dass eine Partei, die in ihrem Programm auch ein Antimobbinggesetz mit im Gepäck hat, ganz und gar nichts mit Mobbingfirmen zu tun haben will. So herum stimmt es doch wohl eher. 

Seehofer im Playmobland

Im Grunde ist auch erstaunlich, wie sich BILDde mit der oben erwähnten Lobhudelei eigentlich zurückhält. Da haut man an anderer Stelle schon mehr auf den Putz. http://www.themenportal.de/wirtschaft-mittelstand/ministerpraesident-seehofer-begeistert-sich-fuer-playmobil-fussballer-und-playmobil-kanzlerin-50856 
22.06.2012 16:50 Uhr in Mittelstand und Wirtschaftspolitik
Unter anderem heißt es hier: ZITAT Firmeninhaber Horst Brandstätter (78) begrüßte den Ministerpräsidenten sichtlich gut gelaunt als Landesvater „Papa“. Horst Seehofer würdigte dessen Leistung als Unternehmer: „Danke für Ihre Standorttreue gegenüber Bayern. Wenn alle Unternehmer so verantwortungsvoll gegenüber ihren Mitarbeitern und dem Gemeinwohl im Sinne echter sozialer Marktwirtschaft handeln würden, dann hätte es die Finanz- und Wirtschaftskrise nie gegeben. Bayern wäre nicht Bayern, ohne ein starkes Franken.“  ZITAT ENDE
Hier wird es nun wirklich grotesk. Herr Seehofer muss schon ziemlich ignorant sein um nicht zu sehen wie man in dieser unsäglichen Firma mit Mitarbeitern umgeht. „Das ist weder „christlich“ und schon gar nicht „sozial“ Herr Seehofer! Gerecht bzw. Gerechtigkeit steht zwar nicht im Namen Ihrer CSU. Doch kommen diese Worte in Ihrem Amtseid vor!



Aus der  Rubrik „Dinge die die Welt nicht braucht“ präsentieren wir eine „PLAYMOBMERKEL“ – Ich lach mich kaputt!